Spartacus
Spartacus…
…ist das neueste Projekt in der berüchtigten Mafiaregion um Rosarno, das durch Verfolgung von Migranten bekannt wurde. Gerade dort will Spartacus, unterstützt durch die italienische Fairtrade-Kooperative ChicoMendes Landwirte gewinnen, für höhere Preise nur noch ethische Lebensmittel zu erzeugen. Hier sind es vor allem Zitrusfrüchte in großen Plantagen.


Bei Rosarno im Dezember 2020
Spartacus – ein ganz besonderes Hilfspojekt
Ein Bericht von Gianantonio Ricci – Stand 2026
Hallo Christiane, Karl und alle solidarischen Freund*innen,
ich hoffe, es geht euch allen gut! Ich schreibe euch, um eine Bestandsaufnahme unseres Projekts zu machen und zu sehen, ob wir es irgendwie schaffen, neue Kooperationen zu aktivieren…
Lest bitte den ganzen Bericht im PDF…

Ghetto Tendopolis in San Ferdinando bei Rosarno
Das Zelt-Camp brannte im Januar 2018 vollständig ab. Dabei kam die 26-jährige Becky Moses aus Nigeria ums Leben. Unser Freund Barnabe hat überlebt und hat uns dieses Foto geschickt.

San Ferdinando im November 2022
Das Ghetto Tendopolis ist schon einmal völlig abgebrannt. Das Innenministerium hat kurzerhand 300m weiter neue Zelte aufgestellt. Inzwischen ist das Lager wieder auf 300 bis 500 Bewohner je nach Erntesaison angewachsen. Die sanitären Anlagen waren im Februar 23 nicht nutzbar, weil die Kanalisation hoffnungslos verstopft war. Gleich neben den Zelten sind in wenigen Wochen wieder Plastikplanen-Behausungen entstanden.
Wir haben Gainantonio Ricci begleitet, als er wieder einigen Bewohnern Arbeitsveträge ausgehändigt hat und ihnen eine menschenwürdige Unterkunft zusagen konnte.


PCs für Migrant*innen und Helfer
Am 29. Mai 2023 haben wir zum wiederholten Mal das Ghetto Tendopolis in San Fedinando bei Rosarno besucht. Die Stiftung Meaalofa (München) hat ausgesonderte PCs gesammelt, mit dem Betriebssystem Ubuntu, Officeprogrammen und jeder Menge Lerninhalten für die Geflüchteten ausgestattet. Wir haben 4 Geräte geliefert und im Container der Caritas eine kurze Einführung gegeben. Bei Bedarf werden wir weitere Geräte bringen. In den Ghettos sind immer wieder Bewohner zu finden, die mit Technik und Software sehr gut umgehen können und die PCs zur Unterstützung der Integration, zum Erlernen der Sprachen und zur Kommunikation mit der Heimat nutzen. Es fehlt an Allem: Das Schulhäuschen im Hintergrund hat immer noch weder Strom noch Internetzugang. Verbesserungen dauern ewig.
Nicht zu übersehen waren bei einigen Bewohnern deutliche Anzeichen von Traumatisierung durch ihre Fluchterlebnisse und Lebensumstände, die sich durch agressives Verhalten äußern.
