…schafft soziale und ökologische Gerechtigkeit. Permakultur für Migranten. Verbesserung der Lebensbedingungen und der sozialen und beruflichen Integration von Migranten und Landwirten.

In Miglionico, in der Nähe von Matera, schafft der Bio-Bauer Vito Castoro ein neues menschliches, nachhaltiges und realistisches Modell des Wohnens und der Selbstversorgung für Einheimische und Migrant*innen. Er ist der einzige weiße Apostel in Milo Raus Film “Das Neue Evangelium”. Durch Ankauf von Land, Bau von Lehm/Stroh-Häusern und Anbau landwirtschaftlicher Produkte ohne chemische Düngemittel oder Herbizide, ohne Ausbeutung des Bodens baut er die “Nahrung des Aufstands an, um uns von der Ausbeutung und dem großen organisierten Handel unabhängig zu machen”. https://www.facebook.com/agricolaleggera

die Landschaft ist schwierig zu bearbeiten
Vito zeigt uns sein Timilia-Vollkornmehl, das alte italienische Urgetreide


Kurz vor unserem letzten Besuch im April 2021 haben wir von Vito erfahren, dass der Landkauf für sein Projekt notariell abgeschlossen ist. Jetzt kann es losgehen. Bei der Führung durch das Gelände erklärte Vito, wo die Lehmhäuser stehen werden, wie er sich die Bewässerung der Felder vorstellt und wie er den Teich als Wasserreservoir anlegen will. Die Raupe steht seit kurzem unter einer Plane bereit für die Erdbewegungen. Wir planen, Workshops zu veranstalten, bei denen wir mit vielen helfenden Händen Unterstützung leisten. Mit den Spenden wollen wir das regionale Baumaterial finanzieren.

Olivenbäume, Obstbäume, Zitrusbäume, Wildkräuter, Orchideen und noch viel mehr Natur…

7. August 202

Wir konnten im Juli allen 5 Projekten das dringend benötigte Spendengeld überweisen. Heute erreichte uns dieses Schreiben (übersetzt) von Vito:

Hallo Christiane, hallo Jochen,

Wir schreiben Euch, um Euch auf den neuesten Stand der Permakultur- und Wassermanagementarbeiten zu bringen, die wir gestern bei 40 Grad in der Sonne abgeschlossen haben. Ich füge einige Bilder bei. Wir freuen uns, dass wir auch in dieser Phase einige Migranten einbeziehen konnten. Bald werden wir die ersten Feigen ernten und den neuen Timilia-Weizen zu Nudeln verarbeiten. Die Arbeiten zum Schutz der neuen Straße und der Stelle, an der wir das Strohhaus bauen werden, haben mehr Zeit und Geld gekostet, so dass wir mit den Arbeiten zur Fertigstellung der Straße in Verzug geraten sind. Außerdem ist der Architekt, der uns bei der Planung der Reetdachkonstruktion hilft, im Urlaub, und die Materialpreise sind stark gestiegen. Daher müssen wir gemeinsam mit dem Architekten Lösungen für den Bau des Hauses mit natürlichen Materialien finden, die weniger kosten und die wir vor Ort wiederverwenden können. Außerdem wurde in Italien der grüne Pass zur Pflicht gemacht, was für die Teilnahme am Bauworkshop Anfang September ein Problem darstellen könnte. Wir versuchen daher, das Programm für den Workshop zu erstellen, der vielleicht auf zwei oder drei Wochenenden zwischen Anfang September und Ende Oktober aufgeteilt wird.

Eine herzliche Umarmung von uns allen bei agricoLa leggera… Ich hoffe, dass es Euch gut geht und dass Euch die Wetterumschwünge keine Probleme bereiten. Vito